Rubrik: Australien

Heute waren die Wellen klein bis nicht existent und wir waren gestern feiern, also haben wir unseren Hangover auskuriert und den Tag am Pool verbracht. Eben war ich noch mit Sandro am Strand Sonnenuntergang gucken, gleich fahren wir dann Kaya im Camp abholen und gehn wieder weg.
Haben ein paar Fotos mit unseren Brettern im Pool gemacht, das “Newton” ist mein Neues.

30. November 2007
Gestern waren wir wieder mal in Serangan surfen. Da ich mein neues Brett direkt mit der Nose aufs Riff geparkt habe und es in Reparatur war, musste ich mein altes Brett fahren.
Die Wellen waren noch fast so groß wie die Tage davor, ungefähr kopfhoch in den Sets, also konnte man ganz gut vergleichen. Das alte Brett ist wirklich deutlich langsamer. Spaß hats aber trotzdem gemacht, anstatt die Sektionen mit einem weit gezogenen Bottomturn zu umfahren, muss man mit dem langsamen Brett halt versuchen mit einem Floater drüber zu kommen. Einen dieser Floater habe ich richtig gut hinbekommen, schön lange über der herunter brechenden Lippe balanciert und dann mit einem kleinen Ollie-Pop in den freien Fall und gelandet.
Kurz darauf kam ein Sweeper-Set und ein Kanadier, der bei uns im Hotel wohnt hat sein Brett verloren. Also war erstmal Lifeguard-Action angesagt und ich hab ihm angeboten ihn rauszubringen, aber er wollte nur, dass ich kurz warte bis er bodysurfend sicher ins flachere Wasser gekommen ist. Später hat er sich ganz nett bedankt und war glücklich, dass er sein Board auch noch wieder gefunden hat.
Abends waren wir wieder feiern, ein paar Jungs aus Singapur hatten uns vor ihrer Abreise eine Flasche Malibu geschenkt, die wir zu Bennis und Davids Abschied schnell leer hatten. Die Nacht wurde dann relativ lang, wir sind wie üblich über die Treppenstufen zum vortrinken, dann in die Espresso Bar und den Skygarden und schlussendlich ins Mbargo.
Ich war morgens um 6 Uhr nach einem Burger und einigem Wasser wieder so nüchtern, dass ich alleine wieder mal nach Serangan gefahren bin. Wurde zwar im Wasser wirklich müde, aber die Wellen waren extrem klein und gemütlich und es war spassig nach dem feiern ein bisschen zu paddeln und alleine zu sein.
29. November 2007
Ich bin ja schon seit längerem auf der Suche nach einem Brett mit Roundtail und hatte da ganz bestimmte Vorstellungen. Sonntags war ich mit Chris dann wieder mal Boards shoppen und wir haben beide zugeschlagen. Bei mir ist es ein 60x18 ¼x2 3/16 von Bryan Newton geworden. Das ist ein Australier, der schon länger hier in Bali Bretter shaped und ziemlich gut ist. Er hat eine besondere Technik die sich Double Impact Rails nennt, also doppelt geglasste Rails, was die Bretter stabiler gegen Brüche macht. Dann passiert mir hoffentlich nicht so schnell wieder das, was mir mit dem Esther-Brett passiert ist.

Montag morgens bin ich dann auch direkt mit dem neuen Brett in Uluwatu ins Wasser gegangen. James, der mitgekommen war, hatte ein kleines Magen-Darm Problem und hat schön gereihert. Leider hab ich mir beim reingehen die Mittelfinne raus gebrochen, so dass ich den eigentlich guten Bedingungen nicht viel abgewinnen konnte. Die neuen FCS Finnen (FG und H2) sind zwar schön leicht und auch gut (bei den H2 spürt man wirklich mehr Lift, wenn man das Brett die Welle hochzieht), aber sie brechen einfach viel zu schnell. Mein FG-5 Set ist durch und auch mein H2 Set besteht nur noch aus angekratzten Seitenfinnen. Also bin ich wieder zurück zu den M5. Altbewährt, etwas schwerer aber genauso gut.
Mit denen war ich dann in Serangan gegen Abend im Wasser und ich muss sagen, das Brett ist eine absolute Rakete. Die Wellen hatten super viel Druck und eine schöne Größe mit überkopfhohen Sets und das Brett hat einfach ständig beschleunigt. Egal wie eng der Turn war, ich bin mit zusätzlichem Speed wieder raus gekommen. Und es lässt sich so super drehen. Die Kombi Roundtail und Concaves ist genau richtig. Erstaunlich war, wie gut ich in Wellen reinpaddeln konnte, was mit einem Roundtail definitiv schwerer ist.
Meinen Flug hab ich dann auch gleich noch geändert. Über Singapur war bis Weihnachten gar nichts mehr frei und da ich an Qantas gebunden bin, gab es nur eine Möglichkeit. Also fliege ich jetzt am 2. Dezember mit Chris für einen Dreitages-Trip nach Sydney und am 5. Dezember nachmittags zurück nach Deutschland. Werde dann wohl so am Donnerstag in Frankfurt eintrudeln. So komme ich wenigstens noch nach Sydney und kriege die Stadt zu sehen, auch wenn ich dafür 10 zusätzliche Stunden im Flugzeug in Kauf nehmen muss.
Ansonsten löst sich unsere lustige Truppe jetzt so langsam auf. Janos ist gestern schon nach Perth abgedampft, Benni und David fliegen morgen nach Singapur und wollen nach Vietnam, Chris und ich hauen am Sonntag nach Sydney ab, Sandro muss wohl noch ein bisschen warten bis er wieder flugtauglich ist. James und Mark bleiben noch eine knappe Woche länger, bis sie dann auch nach Australien weiterfliegen.
28. November 2007

Am Wochenende waren die Wellen mal wieder klein, Freitag
nachmittags waren wir in Nusa Dua und wollten uns einen Jetski mieten um Tow-at
zu machen, das heißt, mit möglichst viel Speed seitlich in kleine Wellen
reinziehen und versuchen Airs und überpowerte Turns zu fahren. Die Typen vom
Verleih haben dann ewig mit uns gehandelt und als wir dann im Endeffekt einen
Preis hatten, wollten sie uns nicht mehr erlauben in die Wellen zu fahren und
mit einem Seil jemanden hinterher zu ziehen, obwohl das vorher vereinbart war.
Die waren sowieso alle ein bisschen komisch drauf, lag wohl daran, dass ein
hinduistischer Feiertag war.
Abends waren wir dann in Kuta unterwegs, MP aus meinem alten
Jahrgang hatte mir per SMS geschrieben, dass er kommt. Da er von einer
deutschen Nummer geschrieben hat und ich ihm nur darauf antworten konnte, hat
er meine Antworten wohl leider nicht bekommen und ich bin ihm auch nicht
zufällig über den Weg gelaufen, schade.
Stattdessen stand im MBargo auf einem der Besitzer vom Rock
Food, Roland, vor mir und wollte mir etwas ausgeben, da ich mein Rock Food
T-Shirt trug. Klein ist die Welt. Ich hab ihm erzählt woher ich es habe,
nämlich von einer lustigen Aktion mit einem der Surfcampgäste in Frankreich,
der wollte, dass ich mich auf seinen Rücken stelle und so tue als surfe ich
darauf, passend zum Klassiker Surfing USA, woraufhin Roland uns dann Shots
und zwei T-Shirts geschenkt hat.
Samstags waren wir auch wieder unterwegs und ich bin
irgendwann mit ein paar Norwegern in deren Resort in Jimbaran gelandet, wo wir
eine lustige Poolparty gestartet haben. Das Resort war heftig, zwei riesige
Pools, größer als in einem Freibad, dann noch ein Spa und kleine Hottubs.
28. November 2007

Der Swell hat jetzt eingeschlagen, Serangan war immernoch ziemlich voll, obwohl es echt groß war.
Die Jungs waren morgens schon in Padang Galak und hatten nur Gutes zu berichten, ich hab ausgeschlafen, da ich mit Sandro ein bisschen unterwegs war.
Nachmittags waren wir dann bei recht hoher Tide wieder in Padang Galak. Erst hat es mir nicht wirklich gefallen, aber sobald wir im Wasser waren, kam der Rythmus und die Welle war richtig gut. Sehr konstante Sets, nette Localkids und eine Welle mit viel Druck und der einen oder anderen Tube.. Besser geht’s kaum.
Sandro, Janos und Benni sind draussen geblieben und haben Fotos von der Action gemacht, hier eine kleine Auswahl meiner besten Shots..


23. November 2007
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