Rubrik: Frankreich 2007

Die letzten Tage in Vieux

Meine neuen Finnen

Ich bin mittlerweile wieder zurück in Deutschland. Die letzten zwei Wochen in Vieux Boucau vergingen natürlich wieder super schnell. Obwohl wir Mitte August eine ganze Woche lang Sturm hatten, mit Regen, extrem viel Wind und riesigen Wellen (laut Forecast bis 5m, wurde aber vom Wind glatt gebügelt). Am Tag nach dem Sturm konnte es mit dem Untericht weitergehen, zwar noch im Regen aber immerhin. Ich bin früh zum Strand und saß ein bisschen rum, da ich erst nachmittags arbeiten musste. Als sich dann bei ablaufendem Wasser auf der hinteren Sandbank ein schöner Peak auftat bin ich rausgepaddelt. Was vom Strand garnicht so groß aussah waren schöne Setwellen zwischen 2 und 3m die ganz schön Kraft hatten. Da es die Überreste vom Sturmswell waren, war es recht schwer in die Wellen reinzu kommen, denn die Dinger waren ziemlich fat und man musste genau richtig sitzen. Ein paar schöne habe ich erwischt, bei den ersten bin ich einfach nur straight runter gedropped und eine niedrige Linie gefahren, erst als ich mich an die Größe gewöhnt hatte konnte ich ein paar Turns ziehen.

Am nächsten Tag war es wieder windig und da gleichzeitig Wechseltag war (alte Gäste fahren, neue Gäste kommen ins Camp) hatten wir eigentlich frei, mussten aber an den Strand da noch zwei Kurse nachzuholen waren, die wir wegen der schlechten Bedingungen gecancelt hatten. Die Teilnahmer der Kurse haben dann aber lieber in Ruhe gepackt als nochmal im Regen surfen zu gehen, weshalb wir uns im Shorebreak mit unseren Flossen beim Bodysurfen vergnügten.

Am Tag darauf hatte ich offiziell frei und war fertig mit arbeiten. Mittags war es noch recht durcheinander, abends sind wir dann bei Lowtide an den Strand und mussten erstmal einen Peak suchen. Unsere Lieblingswelle”Moe’s Corner” läuft nur bei Lowtide, also sind wir den Strand noch ein Stück weiter hoch. Eine Sandbank weiter bog sich sehr weit in den dahinter liegenden Channel und formte so einen perfekten Righthander, der 100-150m perfekt lief. Die Wellen waren ca. 1m, die Sets noch etwas größer und liefen sehr schnell. Ich hatte ganz am Anfang die meisten und auch die besten Wellen, immer schön rein,Speed machen und an ein-zwei Sections einen kleinen Turn und dann raus. Die längste Welle sah wie ein Closeout aus, beim Peak eher flach und in die Bucht rein dann ein höherer Wellenrücken. Da dieser Rücken aber im tieferen Wasser lief und erst später nach und nach auf die Sandbank traf, hatte ich die Welle des Tages mit drei schönen Turns und bin erst wieder aufgewacht, als ich im Shorebreak genau vor der Barrel stand. Das wäre natürlich noch die Krönung gewesen.

Der Swell sollte schnell kleiner werden und die Tage darauf (meine letzten) zwischen zwei und drei Fuß hängen bleiben. Also hieß es am Samstag früh raus, obwohl für den ganzen Tag offshore vorhergesagt war. Es versprach so ein perfekter Samstag wie die Woche davor zu werden (von dem ich verpennt habe zu schreiben).

Morgens um 9 war wieder Lowtide, also war der Spot gesetzt. Natürlich die Superbank vom abend davor. Am Strand war es super neblig und man sah eigentlich keine Wellen brechen, aber bei 4 Fuß Swell und offshore geht das klar, wenn man weiß wohin man will.

Die Swellrichtung hatte sich über nacht ein wenig geändert und es war zunächst noch kleiner (aufgrund des ablaufenden Wassers), was die Welle recht schwierig machte. Es liefen eigentlich fast nur kleine Closeouts. Irgendwann fand ich eine gute kleine Welle mit ein wenig Schulter, zog ran und fand mich in einer kleinen Tube wieder. Gestoked wieder rausgepaddelt und die nächsten 30 Minuten in jeden closeout reingezogen. Diese wurden dann schon deutlich größer und wir sind wieder weiter in den Channel reingepaddelt. Nach 10 Waschgängen fand ich dann noch eine schöne solide Barrel und hätte es aus ein paar Closeouts auch noch fast rausgeschafft. In der Zwischenzeit sind ein paar von uns einen Peak weiter südlich ins Wasser gegangen, wo wir dann auch hinpaddelten. Da ich recht weit draussen saß konnte ich als erste Welle eine schöne Setwelle abgreifen und bin nach lang gezogenem Bottomturn genau auf die Stelle der Lippe zugeheizt, über die grad zwei Franzosen drübergepaddelt sind und mir nachschauten. Eigentlich wollte ich ein bisschen Spray verteilen, aber irgendwie rutschten die Finnen raus und ich war nicht ganz drauf vorbereitet und bin ins Face gefallen, was die Franzosen aber nicht mehr sahen ;)

Die folgenden zwei Tage waren nochmal schön sonnig aber flat. Die Zeit haben wir nochmal genutzt um eine Bestellung bei FCS zu machen, wo das Surfteam für knapp 1000€ Equipment kaufte.. Ich hab mir zwei paar Finnen, ein Doppelboardbag wo ich drei Shortboards reinbekomm, einen geilen Rucksack, eine Leash und ein Pad geholt.

Das war auch wichtig um überhaupt meine Bretter und mein Gepäck heim zu bekommen. Über 1 1/2 Monate sammelt sich dann doch immer was an. Zu Viert in Bruno’s kleinem Polo mit zwei fetten Boardbags auf dem Dach war ein unheimliches Gefühl (ein Koffer und Isomatten auf dem Mittelsitz sind gemütlich,..).. aber wir sind gut durchgekommen.

Jetzt noch ein bisschen (viel) arbeiten, Laternenfest genießen und am Montag geht mein Flug nach Bali. Livin’ the dream ;)

30. August 2007

Neues aus Vieux

Melde mich mal wieder aus dem sonnigen Frankreich. Wetter hier ist super, allerdings gab es ein paar total kalte Nächte, so dass ich momentan krank bin. Wird aber schon wieder besser. Sven war letzte Woche hier und wir hatten ne schöne Zeit, wenn auch ziemlich kurz.

Zwischendurch gabs mal wieder ein paar Tage mit super Wellen, unter anderem auch einen Tag mit superschönen, bei ablaufender Tide extrem hohlen Wellen. Morgens hab ich es noch in ne kurze Tube geschafft, Mittags dann beim Versuch ein paarmal herzhaft gewaschen worden.. war aber trotzdem eine super Session.

Hier noch zwei Photos von mir beim Surfen.

Clemens beim Cutback

13. August 2007

Donavon Frankenreiter Konzert in Hossegor

Waren gestern Abend mit meinen Schwestern auf einem Open-Air Konzert von Donavon Frankenreiter in Hossegor. Am Plage Centrale auf dem Platz vor Rock Food und Dick’s Sandbar war eine Bühne aufgebaut und es gab ca. 3 Stunden feine laid-back Musik. Im Hintergrund war La Graviere und La Sud am pumpen, very nice. Wir sind mit ein paar lustigen Schweizern im alten T3 gefahren, war auf jeden Fall sehr lustig.

28. Juli 2007

Ausflug ins Baskenland

Am Mittwoch waren pünktlich zu unserem freien Tag gute Bedingungen vorausgesagt. Die Tage davor war es recht groß mit viel Wind, am Mittwoch dann immernoch groß und offshore bis in den Nachmittag. Wir sind mit Sebastian, James und Moritz nach einem Spotcheck bei uns (zu groß, die Sandbänke halten dieses Jahr leider nur wenig Swell) auf direktem Weg ins Baskenland gefahren. Erromardie und Lafitenia hatten noch zuviel Wasser und Lafitenia war natürlich recht voll, also sind wir an ein kleines eher unbekanntes Riff eins weiter gefahren. Dort fanden wir einen netten A-Frame Peak und hatten eine echt gute Session, mit Wellen um die 4-5 Fuß. Später setzte der Wind ein un wir sind noch in Bidart schauen gefahren, haben es dann aber alle vorgezogen m Strand ein kleines Schläfchen zu halten. Alles in allem ein echt netter Ausflug, weg von den Beachbreaks und ewigen Pinienwäldern ins schöne Baskenland.

26. Juli 2007

Erste Woche in Vieux

Hab jetzt den ersten Termin im Camp fast hinter mich gebracht und mich wieder im Campleben eingelebt. Gab viele gute Wellen, gleich am Anfang zwei Offshore-Tage mit 5-6ft und wir haben einen netten Peak der durch seine Lage fast schon secret ist, der ziemlich am pumpen war. Zwei kleine Barrells direkt nacheinander waren ein netter Lohn für eine gute Packung Wipeouts.

Wenn Basti es bald schafft seine geilen Fotos auf meinen Rechner zu ziehen, gibt’s auch ein paar davon hier.  Heute abend werd ich mit einer Freundin mal meine Schwestern in St. Girons besuchen und lecker essen. Bis die Tage,…

23. Juli 2007

Reisepläne

Beim Stöbern durch deutsche Surfseiten im Netz bin ich im Februar an einem Jobangebot des Kimasurfcamps hängen geblieben und hab mich spontan mal beworben. Zu dem Zeitpunkt wollte ich eigentlich Work & Travel in Australien machen, allerdings passte das nicht ganz zu meinen Studienplänen. Nach kurzem Emailverkehr dann direkt die Zusage und zack war mein Plan auf einmal klar.

Erstmal nach dem Zivildienst, wie schon letzten Sommer in Frankreich im Chiemsee Surfcamp arbeiten und einen der typischen französischen Sommer genießen, danach nach Bali und dort so lange es geht bleiben (letztendlich mit einem “Visumsflug” verbunden) und dann noch nach Australien rüber hoppsen, wenn man schon mal Unten ist.

Passend dazu gibt’s jetzt in der Seitenspalte rechts drei neue Buttons mit denen man direkt zu den Beiträgen zur jeweiligen Location kommen kann.

11. Juni 2007


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