ADH Open Day 3: Runde 3 & 4

Morgens hiess es wieder früh aufstehen, um den Heat nicht zu verpassen. Ist immer mal wieder ein paar Leuten passiert. Mein erster Heat war dann um ca. 11 Uhr, bei optimalen Tiden- und Wellenbedingungen.
Ich hatte einen Dreier-Heat mit u.A. Birk von der Uni Bochum, der recht gut gesurft ist, aber eine Interference gegen mich bekam, als wir auf einer recht schwachen Welle gleichzeitig starteten. Ich konnte dann mit einer schönen Linken, bei der ich den Dritten Mann im Heat schnell umpaddelt habe, um sie zu bekommen und meiner persönlich besten Welle, einer langen, steilen Rechten mit zwei Snaps und ordentlich Spray den Heat klar für mich ausmachen (blabla.. Videomaterial folgt
).
Da ich super motiviert war bin ich rüber zur Bourdaines Bank gestratzt und hab dort noch ein paar Wellen zerlegt. Erstaunlich fand ich aber, wie es ein paar deutsche Surfer hinkriegen, in einer Woche die Locals total zu entnerven. Die gute Bank war quasi im Dauerbeschuss von ein paar guten Surfern, unserem Junioren Nationalteam und dem üblichen “Zu-kurzes-Brett” bzw. Bicbomber Mischmasch. In der Mittagspause und nach der Arbeit kamen dann noch die französischen Jungs dazu. An allen anderen Breaks waren sie sehr entspannt, dort aber ziemlich gestresst. Warum wohl nur
Später ging es dann in den 4. Runden Heat, der letzten Runde vor dem Viertelfinale mit 24 verbleibenden Surfern. Hier wurde je nach Heat schon auf ziemlich hohem Niveau gesurft, war recht nett anzuschauen. Mein Heat war einer der späteren, trotzdem hatten wir noch schwachen Wind und eigentlich recht gute Bedingungen. Leider kam in den ersten fünf Minuten kein Set durch, Max von der SpoHo Köln und ich sind dennoch etwas weiter draussen sitzen geblieben um auf ein Set zu warten, während die anderen beiden sich auf ein paar kleinere Wellen stürzten, um die ersten Scores zu sammeln.
Während wir langsam nervös wurden, paddelte Jan Jansen aus Freiburg etwas weiter drüben ebenfalls wieder weiter raus und bekam plötzlich aus dem Nichts eine einzelne große Backside-Setwelle, von der wir von hinten nur noch einen Topturn sahen. Ich versuchte mit zwei kleineren Wellen, die aber nicht viel mehr als einen Turn und einen kleinen Floater über das Weisswasser hergaben, das Ruder rum zu reissen, was mir aber leider nicht mehr gelang. Max bekam gar keine Welle, der vierte Mann im Heat (Name?) konnte davor mit seinem Retro-Fish schon ein bisschen scoren, so dass es dann leider nur für den dritten Platz im Heat gereicht hat.
Bin danach nochmal rüber zur Bourdaines Bank, die voll aufgedreht hatte und schöne 4-5 Fuß Sets durchperlen liess. Es war recht voll, aber mit Geduld und Ausdauer konnte man sich schöne Wellen schnappen.
Abends kam dann James wieder, und hat mich überredet mit ihm und Katy, die im Sommer auch für’s Chiemsee Camp arbeiten wird, surfen zu gehen, anstatt das Interview mit der Filmcrew von www.stufe.tv endlich mal zu machen. Wir sind dann zu einem eher unbekannten, etwas abgelegenen Strand gefahren (Secret!
) und haben eine extrem geile Sandbank gefunden.
Eine gemütliche rechte Welle, die sich etwa 200-300m in perfekten 5-6 Fuß bei leichtem Onshore die Sandbank entlang pellte, mit einer kurzen steilen Sektion nach dem Takeoff und einer lang laufenden flachen Schulter, die perfekt für Cutbacks war. So lange bis die Beine weh taten. Ausser uns war nur ein O’Neill Team mit drei Pros und einem Wasserfotografen und zwei freundliche Franzosen vor Ort.
13. Mai 2008



