Draculas und Boilers

Heute Mittag sind wir nach einem kurzen Frühstücksstop bei niedriger Tide Richtung Norden gefahren. Eigentlich wollten wir zu Boilers und schauen ob dort was läuft, da es ja morgens noch recht klein gewesen war. Allerdings haben wir auf dem Weg dorthin bei Draculas ein fettes Set rein laufen sehen, haben uns dann Boilers kurz angeguckt und dann entschieden bei Draculas rein zu gehen - weil dort einfach weniger Leute waren.
Es war mal wieder mein erstes Mal an einem neuen Spot, Dieter hat uns dann eingewiesen. Man muss an der felsigen Küste ein Stück entlang klettern, dann durch einen Strömungskanal auf einen Felsblock klettern, der schon recht scharf ist. Dort muss man bis ganz nach vorne klettern und dann, bevor ein Set kommt schnell ins Wasser springen. Wenn’s nicht klappt, sieht es so aus. In diesem Felsen ist eine kleine Felsspalte, in die man reinpaddeln muss, wenn man wieder raus möchte. Sehr sketchy, denn wenn man es nicht gut timed und bei einem Set reinpaddelt, wird man direkt in ein sehr flaches, scharfes Steinfeld gespült.

Das hat bei uns alles ganz gut geklappt, allerdings lief die Welle nicht wirklich gut und wir sind schnell wieder raus und zu Boilers gefahren, bevor die Tide zu hoch war. Dort hatten wir ein paar super Wellen mit ordentlich Druck.

Boilers ist eigentlich recht easy zu surfen, hat aber in guter Pointbreak-Manier eine schöne Wand die recht lange läuft. Während wir im Wasser saßen und auf die netten Setwellen warteten lief die Tide recht schnell auf. Irgendwann setzte der neue Swell ein und es wurde auf einmal deutlich größer. Mit meinem kleinen Brett war es dann schon recht schwer Wellen zu bekommen, zwei gingen aber noch.

Was schlimmer war, dass durch die konstanten Sets ohne wirkliche Pausen der einfache Ausstieg versperrt war. Das Wasser wurde dort schon recht heftig über die Felsen gespült, es war extrem starke Strömung und die Gefahr auf den Schiffsboiler gewaschen zu werden war zu hoch. Ich habe Mohammed, der auch wieder im Wasser war, einen Ausstieg recht weit den Point runter nehmen sehen, also sind wir auch dorthin gepaddelt. Eine mit recht spitzen Steinen gespickte Küste sah nicht besonders verlockend aus, aber immer noch besser als zu warten bis das Wasser wieder ablief. Also schnell raus, ein bisschen die Füße aufgeschnitten, aber wenigstens keine Seeigel geangelt. War danach sehr zufrieden mit der Session, da ich einige wirklich gute Wellen hatte.
1 Kommentar 16. Dezember 2007




