Abenteuertrip nach Nyang-Nyang
1. Dezember 2007

Nach einer wieder einmal feucht fröhlichen Nacht sind wir heute nachmittag zum surfen an einen neuen Spot gefahren - Nyang-Nyang. Nyang-Nyang ist bekannt als Swellmagnet, berüchtigt für die Dirtroad, von der manche sagen sie sei nur mit dem Motorbike zu bewältigen und für einen langen Abstieg vom Kliff. Außerdem haben wir ein paar Stories über recht hohes Haivorkommen gehört.
Die Dirtroad war wirklich etwas heftig, wir hatten schon die Kiste geparkt um vor zu laufen, aber ein Local der auf einmal aus seinem Feld rauskam, hat uns überzeugt, so dass wir dann doch weitergefahren sind und es auch geschafft haben. Was uns dort erwartete, war genau wie ich es mir für den letzten richtigen Surftag gewünscht habe. Ein kleines Tal umrahmt von Klippen, eine Treppe durch den Dschungel runter an den Strand und perfekte Szenerie mit schönem Sandtstrand, türkisem Wasser und ein paar Peaks die auf dem vorgelagerten Riff brachen.

Wir sind dann recht schnell ins Wasser, auf eine rechte Welle die sich schön über das Riff reindrehte und dabei eine ,konstant steile Schulter bot. Durch den Channel raus und schnell die ersten Wellen genommen und dabei schnell gemerkt, dass es noch deutlich besser ist als es aussieht. Die Welle hatte richtig viel Druck und saugte sehr viel Wasser an, was sie steil und richtig hohl machte. Das Ganze spielte sich in deutlich flacherem Wasser über Steinriff ab, als wir es normalerweise gewohnt waren. Man konnte beim Sitzen im Lineup mit den Füßen auf den Grund kommen. Also einfach nicht hin fallen. Ich hatte deshalb erst etwas Respekt vor späten Drops, habe dann einen sehr easy geschafft und mir daraufhin eine fette Setwelle vorgenommen. Genau bei mir wurde sie richtig sucky und ich merkte, dass der Drop zu spät war. Also schnell das Brett weggekickt und mit den Füßen voran aufs Riff. Mit den Händen habe ich beim einschlagen noch abgebremst, bin aber trotzdem voll drauf. Danach war ich erstmal ein bisschen geschockt.

Ein paar gute Wellen später hat mich dann noch irgendein mittelgroßer Fisch voll am Arm erwischt und ich habe ein bisschen die Nerven verloren, zumal wir ja so spannende Stories gehört hatten. War aber nichts weiter, aber ich bin danach trotzdem raus.

Haben dann noch ein paar richtig geile Fotos gemacht und waren froh, einen der schönsten Plätze noch entdeckt zu haben. Und das im Dezember!

