Morgen früh geht es ziemlich kurzfristig los nach Nusa Lembongan, einer kleinen Insel Südöstlich von Bali. Der Swell soll ziemlich groß werden, deshalb hab ich mir noch ein 6’5″ mit Pintail eingepackt. Ansonsten halt das übliche 6’0″, da mein Brett ja erst noch geshaped wird. Der Trip wird wohl ziemlich relaxed, surfen, schnorcheln, schlafen, lesen, sonnen und ein bisschen arbeiten.
Heute waren wir erst in Balangan, was aber ziemlich schnell brach, mushy war und nicht so freundlich für unsere Intermediates. Deshalb sind wir dann nochmal nach Kuta an den Beachbreak gefahren, dort brachen aber fast nur Close-Outs. War trotzdem lustig in einen nach dem anderen reinzuziehen und sich barreln und dann waschen zu lassen.
Heute war wieder mal offday, d.H. keine Sessions für die Gäste, stattdessen können Kulturtrips zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gemacht werden. Gesagt, getan, ich bin mit Tom und Dennis, zwei unserer Gäste die schon etwas besser surfen, losgefahren um Balangan zu surfen. Da Balangan nicht lief weil zuviel Wasser drauf war sind wir kurzerhand nach Uluwatu gefahren, eine echte Sehenswürdigkeit.
Uluwatu brach mit 4-5 Fuß und dem einen oder anderen größeren Set leicht shiftend an verschiedenen Peaks auf dem Riff. Es waren zwar viele richtig gute Leute im Wasser, aber man konnte die eine oder andere gute Welle abgreifen.
Da wir noch nicht genug hatten sind wir nach einem Mie-Goreng im Warung mit guter Sicht auf Uluwatu weiter gefahren um Dreamland zu checken. Wie erwartet lief dort noch icht viel und wir haben uns im dortigen Warung zum Nachmittagsschlaf ein bisschen hingehaut, während Tom schon die erste Session hatte.
Irgendwann gegen halb fünf sind wir aufgewacht und der A-Frame lief nach Links schon sehr gut, nach Rechts bei den guten Setwellen ebenfalls. Also nix wie rein. Mit ablaufender Tide wurde es immer besser und der Swell nahm ein bisschen zu. Irgendwie hatte ich von Anfang an einen Lauf und konnte mir lauter gute Linkswellen schnappen und jeweils ein paar Turns in die schnelle Welle setzen. Auch zwei kleine Tubes konte ich finden. Am Ende waren wir nur noch mit vier anderen Leute im Wasser und haben uns gegenseitig in Wellen reingerufen. Richtig geniale Session also
Auf dem Rückweg wären wir fast noch mit dem Auto an der Tanke stehen geblieben, weil ich vergessen hab das Licht auszumachen. Auch wenn wir nur knapp 2 Minuten da standen ging es nur mit anschieben.
Zurück im Camp wurden wir mit Caipi empfangen, da heute unsere neue Bar eingeweiht wird und morgen geht’s auf den nächsten Daytrip, diesmal wohl wirklich Balangan, da der Swell zunehmen wird.
Ich hab gestern noch das Formular für eine Brettbestellung ausgefüllt. Nach ausgiebiger Rücksprache mit Ari hab ich mich dazu entschieden, zuerst mal ein Board für den eher täglichen Einsatz zu bestellen. Es wird ein 6’1″ x 18 7/8″ x 2 1/4″ Shortboard mit medium Rocker, medium Rails, Squaretail und einem Bottom der von Flat zu Vee läuft. Ein Brett was also gut Speed macht und sich gut drehen lässt. Drauf kommt eine dunkelrote Pinline die an den Rails auf der Oberseite verläuft, unten nur eine spezielle Widmung Dazu mehr in 1-2 Wochen wenn ich hoffentlich Fotos habe.
Surftechnisch war heute so lala, morgens waren wir in Kuta am Beachbreak der bei 3ft teilweise ganz gut lief, nachmittags bei Kudeta im Wasser, was relativ fat war und deshalb nicht so gut mit dem Shortboard. Einige Sets waren aber auch hier dabei.
Am Wochenende kommt wieder ein neuer Swell rein, der Montag/Dienstag bis auf 11ft hochgehen soll. Vielleicht passt es ja mal wieder für Padang-Padang.
Dank des Seebebens vor der Küste von Sumatra gibt’s eine Tsunamiwarnung für Indonesien. Bali wird wohl aber nicht davon betroffen sein, da das Beben zu weit weg war und sich die Welle kaum bis hier her drehen wird (Bali liegt südlich von Sumatra und wird von genug Landmasse in der Richtung verdeckt). No worries
Ansonsten waren wir heute mal wieder in Dreamland surfen. Der Swell ist im Moment recht klein (4-5ft) und wird erst am Samstag wieder größer. Zu Beginn der Session brach die Linke nicht wirklich gut, wegen eines Steins eigentlich nur kurz aufgebäumt und weggebrochen, ohne eine richtige Schulter zu haben. Da das Wasser dann weiter ablief wurde sie immer besser und komischerweise immer weniger Leute.
Am Ende saß ich mit einem unserer Gäste alleine am Peak, auf der Inside saßen noch ein paar Schweizer. Bei perfekten Bedingungen ohne Wind und mit schönen Setpausen konnte man sich eine Setwelle nach der anderen nehmen.
Heute war der erste Daytrip mit den Gästen im Camp angesagt, Ziel war zuerst Balangan und dann Dreamland, also fast ganz unten auf der Bukit Halbinsel.
In Balangan war leider ein Contest, die Welle lief echt gut. Dreamland war zimliech viel Wasser drauf aber wurde dann besser und war echt gut groß, Sets mit über 2m kamen öfter rein. Aber alles noch eher soft. Agus und Tom, zwei unserer Guides sind dann auf die Idee gekommen nach Padang-Padang zu fahren.
Padang-Padang ist so ziemlich die heftigste Welle auf Bali, hohl, schnell und man kann sie eigentlich nur in der Tube schaffen. Für Agus und mich war es auf jeden Fall das erste mal dort und ich hatte erstmal einen gesunden Respekt.
Bei der ersten Welle hab ich eine schöne Tubesection geschafft, die zweite Section ist mir dann aber auf’s Brett gebrochen und ich musste absteigen.Während ich unten gehalten wurde hab ich nach meinem Brett getastet und dabei das Riff berührt, sofort zwei kleine Cuts an der Hand. Danach war mein Respekt noch größer, aber ich hab noch eine schöne Welle bekommen, bei der ich aber auch in der zweiten Section gewaschen wurde. Hat aber auf jeden Fall Hunger auf mehr gemacht, also gibt’s vielleicht bald wieder was darüber zu schreiben.