Nusa Lembongan

19. September 2007

Bin wieder von der Insel zurück und es war ein sehr schöner Trip. Wir sind Montag vormittag mit zwei Speedbooten übergesetzt und haben unser Quartier bezogen, die Bungalows No. 7. Danach ging es schnell zum surfen, was auf Lembongan fast nur bei höherem Tidenstand geht. Davor dreht der Swell noch nicht in die Bucht rein, und es ist fast flat (außer bei Shipwrecks).

Die erste Session hatten wir in Playgrounds, einem schönen A-Frame mit einer guten Linken und einer kurzen steilen Rechten die beide über relativ scharfem lebendigem Riff brechen. Wir wurden vom Boot zum Spot gebracht und mussten quasi nur reinspringen un zehn Meter weit schwimmen, geiles Feeling!

Nach dem ersten Surf sind wir noch weiter raus gefahren um den Spot “Shipwreck’s” zu checken. Dort angekommen sah es von hinten schon richtig groß aus und dem Boot kamen gleich drei Leute entgegen gepaddelt, die mit an Land genommen werden wollten. Bevor sie das Boot erreichten mussten wir aber kurz Gas gebe, da ein ziemlich großes Set kam und wir zu nahe am Peak waren, wo die Wellen brachen. Da die Jungs uns sagten ohne größere Bretter würde es keinen Sinn machen und wir nicht wirklich motiviert waren so große Wellen zu surfen sind wir dann wieder umgekehrt.

Abends gab es ein umfangreiches und total leckeres Fisch Barbecue. Zum Fisch gab es Chips, Gemüse in Sate-Soße und Prawncracker und Reis, ausserdem Tomaten-Paprika- und Chilli-Soße. Nach dem Barbecue wurden wir von ein paar einheimischen Mädchen zu einer Art Dorffest geholt, bei dem wir einen traditionellen balinesischen Tanz und balinesisches Gambling zu sehen bekamen. Eigentlich sollten wir auch tanzen, haben uns aber vor der gesamten Inselbevölkerung nicht wirklich getraut. Das ganze war ziemlich crazy, mit lauter Musik und vielen Leuten. Einer der Gäste im Camp hat dann tatsächlich beim Gambling (so ähnlich wie Roulette) 50.000 Rupiah gewonnen, die erstmal in Bier investiert wurden.

Am nächsten Tag sind wir morgens wieder Playgrounds gesurft, was ziemlich crowded war. Deshalb sind wir nachmittags zum Mushroom Beach ausgewichen, wo in der Mitte der Bucht eine softe Riffwelle lief und am äußeren Rand ein Pointbreak mit ebenfalls Riff als Untergrund, was aber ziemlich scharfkantig war. Der Take-Off war knappe 2-3m neben einem Felsen der zur Steilküste gehörte. Wenn man nicht schnell genug rüberzog wurde man vom Backwash erwischt und über das Riff in eine kleine Einbuchtung der Steilküste reingewaschen. Ziemlich scary, aber man wurde vom zurücklaufenden Wasser direkt wieder mit rausgezogen. Dort hatte ich ein paar gute Wellen, wurde einmal wie beschrieben gewaschen und bin einmal in einer schönen Setwelle in eine Barrel reingezogen, leider nur um zu merken, dass sie nicht groß genug war.

Nach dem Surfen sind wir ein bisschen durch den Ort gelaufen, um etwas zu essen und uns ein bisschen umzusehen. Eigentlich wollten wir uns noch einen der dort populären Hahnenkämpfe anschauen. Auf dem Rückweg habe ich nach kurzem Handeln noch die billigsten und leckersten Mangos meines Lebens gekauft und gleich mal drei davon gegessen.

An unserer Bar haben wir dann beim ersten Bier noch ein paar lustige Aussies kennengelernt, die auf einem Bootstrip unterwegs waren.

Abends gab es wieder Barbecue und dann ging es schnell ins Bett, damit ich am nächsten Tag wieder fit war. Der Tag begann mit einem schönen langen Pancake Frühstück und dann mit einer langen Session in Playgrounds. Irgendwie hatte ich einen guten Flow und konnte mir trotz Crowds ein paar gute Setwellen nacheinander abholen.

Bei einer der größten hatte ich einen extrem steilen Drop und bin zwangsläufig direkt in der Tube verschwunden, die erste Section hab ich geschafft und bin dann zum Re-Entry in die Lippe hoch, leider wohl etwas zu langsam, denn ich bin mit der Lippe rückwärts wieder runter geknallt und schön übers Riff gedraggt worden. Lustiges Gefühl, wenn man das Riff am Po entlang schrappen spürt und dem Instinkt sich mit Händen und Füßen abzustützen widerstehen muss. Ich dachte meine Shorts wäre zerfetzt und mein halber Po voller Reefcuts, aber außer zwei kleinen Kratzern an den Händen war nichts weiter.

Nach ein paar weiteren Wellen war die Session dann aufgrund akuter Kälteanfälle zu Ende und kurz darauf ging es auch nach Hause.

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