Die letzten Tage waren recht busy, es gibt kein Internet im Camp und im neuen Office noch keine Zugangsdaten, also nutzloses Wlan. Meine Füße sind wieder geheilt, ich war Green Bowl surfen und hab ein Brett gebrochen (bzw. angebrochen), der Wind dreht grade und ich bin ein bisschen erkältet, später mehr und länger
Gestern sind wir auf Wunsch mit ein paar der Fortgeschrittenen Gäste nach Bingin gefahren. Bingin ist ein Reefbreak, der kurz vor einer Riffkante entlangbricht. Je niedriger die Tide war (wir waren bei Lowtide im Wasser), desto mehr saugen die Wellen das Riff trocken. Ein bisschen scary anzuschauen. Bingin hat einen steilen Takeoff, den man besser nicht verkackt und läuft dann als schöne saubere Tube (bei ablaufendem Wasser) bzw. einfach mit einer steilen Schulter bis auf die extrem flache Inside.
Anfangs waren für den Spot noch ziemlich viele Leute im Wasser, darunter auch drei Sponsorkids inklusive Fotografen. Also ging das übliche Spiel mit dem auf die Inside drücken los, nicht so cool wenn man ganz knapp vor der Kante des trocken gesaugten Riffs den Take-Off machen muss. Nach einiger Zeit hatte ich dann ein paar gute Wellen, eine schöne offene Tube und eine die mir gut auf die Schulter gekracht ist,..
Später hat es zwar nicht mehr gebarrelt, aber wir waren nur noch zu sechst im Wasser und man konnte quasi eine schöne Welle nach der anderen surfen.
Beim rausgehen bin ich dann so halb über’s Riff gestolpert, weil mich das Weisswasser eines Sets direkt an der Riffkante erwischt hat. Das Resultat sind drei schöne tiefe Schnitte auf der linken Fußsohle. Sehr angenehm zum laufen. Jetzt muss ich zwangsläufig erstmal 2-3 Tage Pause machen, damit sich das nicht entzündet. Was tut man nicht alles für eine gute Session.
Mit in paar Bier intus und halbwegs betäubt waren wir dann noch beim “Big Sale” der Outlets und ich hab mir zwei T-Shirts und ne Gangstercap gekauft. Vor ein paar Tagen hab ich noch einem Gast ziemlich günstig ein Neotop abgekauft, einerseits als Windschutz, andererseits wegen der Abschürfungen auf dem Bauch vom Surfen ohne T-Shirt. Jetzt kommen definitiv noch Booties dazu
Mal wieder was Neues von Bali, die letzten Tage war es ja eher ruhig. Swell war groß und unsere Sessions eher an Spots die wenig davon auffangen. Am Off-Day musste ich Check-Ins machen und bin nicht weg gekommen und unser Daytrip ist ein wenig im Wind von Batu Bolong aufgegangen.
Heute morgen hatten wir dann wieder eine super Session. Direkt am Kuta Beach brachen fast alle Peaks bei guten Bedingungen ohne Wind und leichtem Sonnenschein. Wellengröße war 3-4ft mit ein paar größeren Sets. Ich fahre momentan ein anderes Board als in der ersten Zeit, das neue ist ein 6′1″x19″x2 1/4″ mit Squaretail, das alte war ein 6′0″ mit Roundtail von Lost (Speed Demon). Damit war es im Beachbreak etwas leichter in die Wellen zu kommen und ich hatte ein paar Gute.
Nachmittags sind wir nach Balangan gefahren, um bei Lowtide auf dem Riff zu surfen. Die Wellen dort waren superclean und ein bisschen größer und steiler als an den Beachbreaks in Kuta. Wir sind in der Mitte der Riffplatte rausgegangen und hatten eine schnelle Linke, die am Ende immer ein bisschen gebarrelt hat, allerdings hat es keiner aus der Barrel geschafft. War trotzdem ein guter Surf. Um überhaupt etwas mit der Welle anfangen zu können, musste man ziemlich viel Speed machen, was für mich auf der Backside ganz gutes Training war.
Heute sollte mit 12-24 Fuß der größte Tag des aktuellen Swells werden. Morgens waren wir noch in Jimbaran surfen, was nicht besonders gut lief, nachmittags haben wir dann ein paar Sessions gecancelt weil alle Padang-Padang gucken wollten. Agus, Brian und ich haben die Bretter mitgenommen. Agus wollte auf jeden Fall rein, wir erstmal nur gucken.
Bei Padang angekommen lief erstmal nicht viel und es sah recht klein aus. Tidenstand war noch ziemlich hoch bis mittel und es dauerte seine Zeit bis das erste Set kam. Wir haben dann ein paar Sets abgewartet und da war eines dabei, wo ich wirklich gedacht hab, dass ich da heute nicht raus muss. Für Backside und so eine heftige Welle in einer Größe die ich sonst eher selten gesurft bin (double overhead easy?) war mir das zu heftig. Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich, denn es waren auch kleinere Wellen zu kriegen. Allerdings war es ziemlich crowded. Whatever, nächstes mal wenn es vllt. etwas kleiner ist bin ich wieder out there.
Sieht garnicht so groß aus von oben, oder?
Wir sind zum Abschluss noch mit ein paar Leuten nach Uluwatu gefahren, haben dort Sonnenuntergang geschaut und gegessen und ein bisschen im Warung gechillt. Uluwatu war noch ein kleines bisschen größer, hat aber nicht so heftig gebarrelt.
Detailansichten der Fotos gibt es auf meinem Flickr Profil. Lohnt sich, um einen richtigen Eindruck zu bekommen.
Bin wieder von der Insel zurück und es war ein sehr schöner Trip. Wir sind Montag vormittag mit zwei Speedbooten übergesetzt und haben unser Quartier bezogen, die Bungalows No. 7. Danach ging es schnell zum surfen, was auf Lembongan fast nur bei höherem Tidenstand geht. Davor dreht der Swell noch nicht in die Bucht rein, und es ist fast flat (außer bei Shipwrecks).
Die erste Session hatten wir in Playgrounds, einem schönen A-Frame mit einer guten Linken und einer kurzen steilen Rechten die beide über relativ scharfem lebendigem Riff brechen. Wir wurden vom Boot zum Spot gebracht und mussten quasi nur reinspringen un zehn Meter weit schwimmen, geiles Feeling!
Nach dem ersten Surf sind wir noch weiter raus gefahren um den Spot “Shipwreck’s” zu checken. Dort angekommen sah es von hinten schon richtig groß aus und dem Boot kamen gleich drei Leute entgegen gepaddelt, die mit an Land genommen werden wollten. Bevor sie das Boot erreichten mussten wir aber kurz Gas gebe, da ein ziemlich großes Set kam und wir zu nahe am Peak waren, wo die Wellen brachen. Da die Jungs uns sagten ohne größere Bretter würde es keinen Sinn machen und wir nicht wirklich motiviert waren so große Wellen zu surfen sind wir dann wieder umgekehrt.
Abends gab es ein umfangreiches und total leckeres Fisch Barbecue. Zum Fisch gab es Chips, Gemüse in Sate-Soße und Prawncracker und Reis, ausserdem Tomaten-Paprika- und Chilli-Soße. Nach dem Barbecue wurden wir von ein paar einheimischen Mädchen zu einer Art Dorffest geholt, bei dem wir einen traditionellen balinesischen Tanz und balinesisches Gambling zu sehen bekamen. Eigentlich sollten wir auch tanzen, haben uns aber vor der gesamten Inselbevölkerung nicht wirklich getraut. Das ganze war ziemlich crazy, mit lauter Musik und vielen Leuten. Einer der Gäste im Camp hat dann tatsächlich beim Gambling (so ähnlich wie Roulette) 50.000 Rupiah gewonnen, die erstmal in Bier investiert wurden.
Am nächsten Tag sind wir morgens wieder Playgrounds gesurft, was ziemlich crowded war. Deshalb sind wir nachmittags zum Mushroom Beach ausgewichen, wo in der Mitte der Bucht eine softe Riffwelle lief und am äußeren Rand ein Pointbreak mit ebenfalls Riff als Untergrund, was aber ziemlich scharfkantig war. Der Take-Off war knappe 2-3m neben einem Felsen der zur Steilküste gehörte. Wenn man nicht schnell genug rüberzog wurde man vom Backwash erwischt und über das Riff in eine kleine Einbuchtung der Steilküste reingewaschen. Ziemlich scary, aber man wurde vom zurücklaufenden Wasser direkt wieder mit rausgezogen. Dort hatte ich ein paar gute Wellen, wurde einmal wie beschrieben gewaschen und bin einmal in einer schönen Setwelle in eine Barrel reingezogen, leider nur um zu merken, dass sie nicht groß genug war.
Nach dem Surfen sind wir ein bisschen durch den Ort gelaufen, um etwas zu essen und uns ein bisschen umzusehen. Eigentlich wollten wir uns noch einen der dort populären Hahnenkämpfe anschauen. Auf dem Rückweg habe ich nach kurzem Handeln noch die billigsten und leckersten Mangos meines Lebens gekauft und gleich mal drei davon gegessen.
An unserer Bar haben wir dann beim ersten Bier noch ein paar lustige Aussies kennengelernt, die auf einem Bootstrip unterwegs waren.
Abends gab es wieder Barbecue und dann ging es schnell ins Bett, damit ich am nächsten Tag wieder fit war. Der Tag begann mit einem schönen langen Pancake Frühstück und dann mit einer langen Session in Playgrounds. Irgendwie hatte ich einen guten Flow und konnte mir trotz Crowds ein paar gute Setwellen nacheinander abholen.
Bei einer der größten hatte ich einen extrem steilen Drop und bin zwangsläufig direkt in der Tube verschwunden, die erste Section hab ich geschafft und bin dann zum Re-Entry in die Lippe hoch, leider wohl etwas zu langsam, denn ich bin mit der Lippe rückwärts wieder runter geknallt und schön übers Riff gedraggt worden. Lustiges Gefühl, wenn man das Riff am Po entlang schrappen spürt und dem Instinkt sich mit Händen und Füßen abzustützen widerstehen muss. Ich dachte meine Shorts wäre zerfetzt und mein halber Po voller Reefcuts, aber außer zwei kleinen Kratzern an den Händen war nichts weiter.
Nach ein paar weiteren Wellen war die Session dann aufgrund akuter Kälteanfälle zu Ende und kurz darauf ging es auch nach Hause.
Morgen früh geht es ziemlich kurzfristig los nach Nusa Lembongan, einer kleinen Insel Südöstlich von Bali. Der Swell soll ziemlich groß werden, deshalb hab ich mir noch ein 6′5″ mit Pintail eingepackt. Ansonsten halt das übliche 6′0″, da mein Brett ja erst noch geshaped wird. Der Trip wird wohl ziemlich relaxed, surfen, schnorcheln, schlafen, lesen, sonnen und ein bisschen arbeiten.
Heute waren wir erst in Balangan, was aber ziemlich schnell brach, mushy war und nicht so freundlich für unsere Intermediates. Deshalb sind wir dann nochmal nach Kuta an den Beachbreak gefahren, dort brachen aber fast nur Close-Outs. War trotzdem lustig in einen nach dem anderen reinzuziehen und sich barreln und dann waschen zu lassen.
Heute war wieder mal offday, d.H. keine Sessions für die Gäste, stattdessen können Kulturtrips zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gemacht werden. Gesagt, getan, ich bin mit Tom und Dennis, zwei unserer Gäste die schon etwas besser surfen, losgefahren um Balangan zu surfen. Da Balangan nicht lief weil zuviel Wasser drauf war sind wir kurzerhand nach Uluwatu gefahren, eine echte Sehenswürdigkeit.
Uluwatu brach mit 4-5 Fuß und dem einen oder anderen größeren Set leicht shiftend an verschiedenen Peaks auf dem Riff. Es waren zwar viele richtig gute Leute im Wasser, aber man konnte die eine oder andere gute Welle abgreifen.
Da wir noch nicht genug hatten sind wir nach einem Mie-Goreng im Warung mit guter Sicht auf Uluwatu weiter gefahren um Dreamland zu checken. Wie erwartet lief dort noch icht viel und wir haben uns im dortigen Warung zum Nachmittagsschlaf ein bisschen hingehaut, während Tom schon die erste Session hatte.
Irgendwann gegen halb fünf sind wir aufgewacht und der A-Frame lief nach Links schon sehr gut, nach Rechts bei den guten Setwellen ebenfalls. Also nix wie rein. Mit ablaufender Tide wurde es immer besser und der Swell nahm ein bisschen zu. Irgendwie hatte ich von Anfang an einen Lauf und konnte mir lauter gute Linkswellen schnappen und jeweils ein paar Turns in die schnelle Welle setzen. Auch zwei kleine Tubes konte ich finden. Am Ende waren wir nur noch mit vier anderen Leute im Wasser und haben uns gegenseitig in Wellen reingerufen. Richtig geniale Session also
Auf dem Rückweg wären wir fast noch mit dem Auto an der Tanke stehen geblieben, weil ich vergessen hab das Licht auszumachen. Auch wenn wir nur knapp 2 Minuten da standen ging es nur mit anschieben.
Zurück im Camp wurden wir mit Caipi empfangen, da heute unsere neue Bar eingeweiht wird und morgen geht’s auf den nächsten Daytrip, diesmal wohl wirklich Balangan, da der Swell zunehmen wird.
Ich hab gestern noch das Formular für eine Brettbestellung ausgefüllt. Nach ausgiebiger Rücksprache mit Ari hab ich mich dazu entschieden, zuerst mal ein Board für den eher täglichen Einsatz zu bestellen. Es wird ein 6′1″ x 18 7/8″ x 2 1/4″ Shortboard mit medium Rocker, medium Rails, Squaretail und einem Bottom der von Flat zu Vee läuft. Ein Brett was also gut Speed macht und sich gut drehen lässt. Drauf kommt eine dunkelrote Pinline die an den Rails auf der Oberseite verläuft, unten nur eine spezielle Widmung Dazu mehr in 1-2 Wochen wenn ich hoffentlich Fotos habe.
Surftechnisch war heute so lala, morgens waren wir in Kuta am Beachbreak der bei 3ft teilweise ganz gut lief, nachmittags bei Kudeta im Wasser, was relativ fat war und deshalb nicht so gut mit dem Shortboard. Einige Sets waren aber auch hier dabei.
Am Wochenende kommt wieder ein neuer Swell rein, der Montag/Dienstag bis auf 11ft hochgehen soll. Vielleicht passt es ja mal wieder für Padang-Padang.
Dank des Seebebens vor der Küste von Sumatra gibt’s eine Tsunamiwarnung für Indonesien. Bali wird wohl aber nicht davon betroffen sein, da das Beben zu weit weg war und sich die Welle kaum bis hier her drehen wird (Bali liegt südlich von Sumatra und wird von genug Landmasse in der Richtung verdeckt). No worries
Ansonsten waren wir heute mal wieder in Dreamland surfen. Der Swell ist im Moment recht klein (4-5ft) und wird erst am Samstag wieder größer. Zu Beginn der Session brach die Linke nicht wirklich gut, wegen eines Steins eigentlich nur kurz aufgebäumt und weggebrochen, ohne eine richtige Schulter zu haben. Da das Wasser dann weiter ablief wurde sie immer besser und komischerweise immer weniger Leute.
Am Ende saß ich mit einem unserer Gäste alleine am Peak, auf der Inside saßen noch ein paar Schweizer. Bei perfekten Bedingungen ohne Wind und mit schönen Setpausen konnte man sich eine Setwelle nach der anderen nehmen.
Heute war der erste Daytrip mit den Gästen im Camp angesagt, Ziel war zuerst Balangan und dann Dreamland, also fast ganz unten auf der Bukit Halbinsel.
In Balangan war leider ein Contest, die Welle lief echt gut. Dreamland war zimliech viel Wasser drauf aber wurde dann besser und war echt gut groß, Sets mit über 2m kamen öfter rein. Aber alles noch eher soft. Agus und Tom, zwei unserer Guides sind dann auf die Idee gekommen nach Padang-Padang zu fahren.
Padang-Padang ist so ziemlich die heftigste Welle auf Bali, hohl, schnell und man kann sie eigentlich nur in der Tube schaffen. Für Agus und mich war es auf jeden Fall das erste mal dort und ich hatte erstmal einen gesunden Respekt.
Bei der ersten Welle hab ich eine schöne Tubesection geschafft, die zweite Section ist mir dann aber auf’s Brett gebrochen und ich musste absteigen.Während ich unten gehalten wurde hab ich nach meinem Brett getastet und dabei das Riff berührt, sofort zwei kleine Cuts an der Hand. Danach war mein Respekt noch größer, aber ich hab noch eine schöne Welle bekommen, bei der ich aber auch in der zweiten Section gewaschen wurde. Hat aber auf jeden Fall Hunger auf mehr gemacht, also gibt’s vielleicht bald wieder was darüber zu schreiben.