Sommer 2006 in Frankreich
31. August 2006
Am 25. Juni ging’s los. Mit einer netten Mitfahrgelegenheit, damit ich auch meine Bretter mitnehmen konnte, im T3 runter nach Frankreich. 2 Monate arbeiten im Chiemsee Surfcamp in Vieux Boucau standen bevor, etliche Wellen und ein gutes Maß an Party sicherlich auch.
Als ich im Camp ankam war noch nicht viel los, die vorher gecheckten Wellen versprachen auch nicht viel. In den nächsten 3 Wochen war aber dann echt viel los. Zusammen mit einem lizensierten Surflehrer habe ich in dieser Zeit die ersten Kurse alleine gemacht und bin nebenbei in jeder freien Minute ins Wasser gesprungen. Manchmal war das Arbeit von 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr mit ein paar Pausen die ich dann im Wasser verbracht habe oder mir zwischendurch ein Sandwich reingehauen hab. War zwar anstrengend aber eine gute Erfahrung um mal in den Job als Surflehrer-Assistent reinzukommen.
Die Wellen variierten in der Zeit zwischen schönen Swells mit Offshore und perfekten Wellen und fettem Shorebreak. Auch daran hab ich mittlerweile mein Vergnügen gefunden, immerhin ist es steil und hat Druck und man kann ein paar schnelle turns reinsetzen und meistens noch in eine Closeout-tube reinziehen – Fun.
Natürlich gab es auch lustige Abwechslung in Form von Parties in der Mojito Bar oder als Highlight die Produktion der Bravo-Sport Foto Story. Als Promotionaktion wurde ein Team von Bravo-Sport eingeladen um unter anderem eine Story über Wellenreiten abzuknipsen, natürlich inklusive superflacher Story. Ich sollte einen wagemutigen Surfer spielen. auf jedenfall war die ganze Aktion sehr lustig und hat mir ein paar Chiemsee Klamotten und einen freien Tag zum surfen gebracht.
Als es dann mehr Kurse wurden kamen noch die Engländer Mark und James dazu, mit denen es am Strand meistens sehr lustig war. Mit James war ich dann auch noch mehr surfen als davor, Wellen und Motivation stimmten und wir hatten viel Spaß. Die schönste Erinnerung ist eine Session in einem unangekündigten Swell von 5-6 Fuß. James wollte eigentlich pennen und ich bin mit dem Fahrrad Wellen checken gegangen – perfekte Lines – perfekte Session mit Offshore für 2 Stunden.
Nach den ersten drei Wochen hatte ich erstmal Urlaubstage, weil weitere Assistenten angereist waren und ich mir den Ellbogen geprellt hatte. In der Zeit bin ich eine San Sebastian by Night Tour (Partytour!) mitgefahren und hab mir im Pukas Shop ein neues Brett zurücklegen lassen. Das hab ich dann am nächsten Tag während der “by Day”-Tour abgeholt und es in den Urlaubstagen erstmal ausgiebig getestet.
Ist ein super Brett, ein Al Merick “Mongrel” in 6’0″ x 19″ x 2 1/4. Das Mongrel ist ein Mix aus Retroshape von 1980 und einem modernen Bottom. Fährt sich super und ist schön schnell. Passend dazu hab ich die Chance genutzt FCS Stuff zum Einkaufspreis zu bekommen und mir neue Finnen, Leash und Boardsocken zu kaufen.
In meinen Ferien hatte ich mir eine Grippe eingefangen, die nicht so leicht zu verjagen war. Deshalb hab ich mich dann Mitte August, früher als geplant, von meiner Schwester abholen lassen um mit ihr über einen Umweg nach Spanien heimzufahren und noch ein paar Tage in Cap de l’Homy zu verbringen.
Der Ausflug nach Spanien war dann sehr kurz, wir sind die Campingplätze zwischen Mundaka und Sopelana abgefahren aber haben keinen passenden Platz (oder überhaupt keinen ausser einer komischen Massenlagerwiese) gefunden. Also ging’s direkt wieder zurück nach Frankreich.
Dort hab ich mich dann noch zum am letzten Wochenende angesetzten Cap Cup angemeldet, den ich auch letztes Jahr mitgefahren bin. Leider kam am Freitag ein fetter Sturm mit mehreren Windstärken onshore auf, so dass der Contest verschoben wurde und die Mädels mit denen ich unterwegs war wegen des Regens schnell abreisen wollten. Mit dem Gedanken, dass ich sowieso im September noch ein paar Wochen am Atlantik sein werde hab ich mich dann überreden lassen und bin am Samstag wieder zu Hause angekommen.
Jetzt werde ich bis in der Woche nach dem Laternenfest hier sein und ein bisschen arbeiten, danach fahre ich mit dem Auto wieder nach Frankreich, hol mein im Camp deponiertes Brett ab und will eigentlich noch bis nach Spanien. Die Landschaft in und um Mundaka hat mir ziemlich gut gefallen und ich würde gerne mal was neues sehen. Mal schauen wie weit ich komme. Um Geld zu sparen werde ich auf jeden Fall im Auto pennen.
Noch ein paar Beobachtungen bzw. Tips aus der Westentasche:
- Leash nicht um’s Brett wickeln (wird brüchig)
- Thermische Winde (morgens/abends offshore) gibt es nur bei (fast) wolkenlosem Himmel
- Shorebreak ist schön
- eigentlich lohnt es sich nur gebrauchte Bretter zu kaufen.
Fotos, bisher leider nur wenige, da ich meine eigene Digicam nicht mit hatte. Beim nächsten Trip dann mehr.
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