Archiv für Mai 8th, 2006

Baleal Trip im Mai

Da nächstes Wochenende meine Schulzeit endgültig zuende ist (nur mündliches Abitur kommt noch im Juni), werde ich mich am 15. Mai direkt wieder nach Portugal abmachen. Ich fliege wieder von Köln mit Germanwings (gute Erfahrungen und falls überhaupt, dann günstige Boardtransportpreise) in Richtung Lissabon. von da aus geht’s wieder nach Peniche/Baleal.
Vermutlich werde ich diesesmal im Penichesurfcamp wohnen, da die Appartments im Maximumcamp zumindest teilweise komplett belegt sind. Da ich dort sogar Wlan haben werde und somit ins Internet kann, werde ich mal wieder versuchen alle paar Tage hier kurze Berichte und Fotos reinzustellen.
Nebenbei werde ich dann noch ein bisschen arbeiten müssen, neue Seiten für Semiseco Surfboards und die Bright Skateboard Messe werden in der nächsten Zeit online gehen.

1 Kommentar 8. Mai 2006

The Hossegor Story

Diese Ostern ging es erstes mal direkt nach Hossegor. Über Interchalet hatten wir uns eine günstige Ferienwohnung gemietet.
Da ich in der Woche vor dem Abfahrtstag mein Abitur geschrieben habe ging es recht chaotisch zu. Am Donnerstag noch sturzbetrunken unterwegs und 24 Stunden später auf der Autobahn nach Frankreich,. Lange haben wir es jedenfalls nicht durchgehalten und mussten um 2.oo Uhr kurz hinter der französischen Grenze wegen akutem Schlaf- und Benzinmangel eine kleine Pause einschieben. Nach fünf im Auto geschlafenen Stunden sind wir dann erwacht und haben getankt und dabei entdeckt, dass das Putzwasser angefroren war - na geil, eigentlich wollten wir doch surfen fahren.

Weiter gings, eine recht holprige Fahrt über die Route Nationale. Was sonst immer so gut klappte lief diesesmal irgendwie nicht so gut, obwohl wir zu zweit als Fahrer waren (ich bin die Strecke schon zweimal alleine mit nichtfahrenden Beifahrern gefahren).
So kamen wir dann in Hossegor erst um kurz nach sieben an und sind direkt zum Intermarche einkaufen gefahren. Wenig später mussten wir realisieren, dass die Immobilien Agentur von der wir unsere Schlüssel bekommen sollten, bis Dienstags geschlossen haben würde - weil wir zwei Stunden zu spät waren.
Auch die Hausmeisterin konnte uns nicht weiterhelfen, also noch eine Nacht im Auto. Blöd auch, dass wir Sachen zum kochen und nicht zum snacken eingekauft haben.
Am morgen danach konnte uns die Hausmeisterin dann den Schlüssel mit einer Telefonaktion besorgen - endlich ins Appartment.
Das Wetter war bis Dienstag noch sehr mies, unter 15° und windig - kleine zerblasene Wellen.
Am Dienstag bin ich dann morgens zum ersten Mal ins Wasser, direkt beim Plage Centrale vor dem “Rock Food”.
Schöne 3-4 Fuß haben mich dann in Laune gebracht.
Abends sind wir ins Rock Food und haben uns mit Einheimischen bzw. Saisonarbeitern gut verstanden, danke nochmal für den Pastis an den Kellner :)
Am nächsten Tag war erstmal ausschlafen angesagt, nachdem wir uns bis 8.00 Uhr morgens darüber unterhalten haben wie schön die zwei Monde doch aussehen. Abends gings dann zum Surf an die Côte Sauvage, wo es zwar windig war aber doch ein paar gute Wellen liefen.
Der Donnerstag brachte dann sonnige 25° und etwas besseren Swell. wir versuchten unser Glück am Strand von La Piste (Capbreton VVF) - mit Erfolg. Schöne 4-5 Fuß liefen dort, zwar onshore aber immernoch recht gut.
Da ich noch ein paar Klamotten einkaufen wollte sind wir auf dem Rückweg zu den Outlets nach Soorts-Hossegor gefahren.
Wir wunderten uns schon über das große Verkehrsaufkommen und die vielen Spanier, sind aber weiter gefahren. Als wir Richtung Soorts-ZI abbiegen wollten wurden wir von der Polizei umgeleitet. Da wir nicht wussten worum es geht und wozu der riesige Parkplatz auf den Feldern gut sein sollte haben wir gewendet und sind direkt ins Industriegebiet gefahren - nur um in einer Horde von Passanten mit Einkaufstüten steckenzubleiben. Zumindest hatten wir den Premium Parkplatz.
Dann hatten wir realisiert, dass die Leute zu der großen Ausverkaufs-Messe der Outlets gekommen waren und erfuhren kurz danach, dass es der erste Tag davon war.
Jedenfalls war alles voll mit Spaniern die richtige Hamsterkäufe gemacht haben (Leute mit 7 Paar Schuhen etc).
Ich hab mit einer Boardshort, Leash, Footpad und T-Shirts aber auch ganz gut zugelangt.
Bei der abendlichen Party im Rock Food merkte man dann, dass auf einmal Leben in das davor noch im Winterschlaf versunkene Hossegor gekommen ist.
Aufstehen am Tag danach war wieder schwer, aber perfekte Bedingungen sah man schon von unserer Terasse aus.
Wir sind wieder rüber zu La Piste gefahren und heute waren sämtliche Sandbänke am pumpen - leichter Offshore, gute 6 Fuß und Sonnenschein bei 25°. Auch die vielen bodyboardenden Spanier verteilten sich ganz gut. also alles perfekt.
An die neuen Bedingungen musste ich mich erstmal gewöhnen und hatte auch einigen Respekt, zumal ich gesehen hatte wie ein paar Leute nicht durch die Strömung ins Lineup gekommen sind. Klappte aber alles gut und nach ein paar Wellen aus denen ich lieber herausgezogen bin befand ich mich nach einer guten halben Stunde im Wasser plötzlich in einer schönen Tube.
Reingezogen, zweimal gepusht, geduckt und schon schoss ich 15m weiter wieder aus der röhre raus und konnte rechtzeitig aus der Welle rauskicken bevor sie zugemacht hat. Der Franzose, der die Welle vor mir geritten hatte grinste nur und meinte “C’est simple”.
So ging es dann weiter, gute Laune im Lineup und alle am grinsen. Da die Tide sich ein bisschen änderte bin ich zum Ende nochmal zur eigentlichen “La Piste” rüber gepaddelt. Die Welle brach noch ein bisschen hohler und schneller und es waren deutlich mehr Leute im Wasser, aber alles noch ganz geordnet. Nach einiger Wartezeit kam dann auch meine Welle, dick und bauchig und sehr hohl. Nach ein paar Metern hat die Tube leider zugemacht und ich musste vorne raus fahren- hinter mir kam ein ganzes Set an und die Aussicht mich durch das Weisswasser zurück ins Lineup zu kämpfen gefiel mir nicht, also beendete ich meine Session.
Nachdem wir nachmittags die Schlüssel fürs Appartment abgegeben hatten und einkaufen waren, haben wir uns abends noch auf die Düne bei La Piste gesetzt und das Schauspiel und den Sonnenuntergang noch ein bisschen beobachtet.
Die Rückfahrt war dann etwas lockerer, da wir eine Zwischenetappe im Ferienhaus von Bruno in der Nähe von Toulouse auf dem Land eingelegt haben.
Alles in allem wars ein schöner Trip, ausserhalb der Saison ist Frankreich und besonders die Surfmetropole Hossegor doch um einiges angenehmer und die Leute sind viel relaxter.

Zwei Fotos vom Dienstag mit mittelmäßigen Bedingungen:
Surf

Surf

8. Mai 2006


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